Antifa NWM http://antifanwm.blogsport.de Antifa Nordwestmecklenburg Mon, 03 Feb 2014 19:31:53 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en „Liebhaber nationaler Literatur“ http://antifanwm.blogsport.de/2014/02/03/liebhaber-nationaler-literatur/ http://antifanwm.blogsport.de/2014/02/03/liebhaber-nationaler-literatur/#comments Mon, 03 Feb 2014 18:32:26 +0000 Administrator Allgemein http://antifanwm.blogsport.de/2014/02/03/liebhaber-nationaler-literatur/ Ein Bericht von Blick nach Rechts:

03.02.2014 -

Völlig unbehelligt veranstalteten Neonazis am 2. Februar eine „Bücherbörse“ im „Thinghaus“.

Eingang zum Szenetreffpunkt \"Thinghaus\" in Grevesmühlen

Gegen 11.00 Uhr am Sonntag sollte die „1. Norddeutsche Bücherbörse“ der Neonazi-Szene aus Mecklenburg im „Thinghaus“ in Grevesmühlen starten. Zunächst wurde der „Büchermarkt für Liebhaber antiquarischer und nationaler Literatur“ nur intern beworben, dann kündigte auch „mupinfo“ die Veranstaltung an. Private Anbieter sollten 15 Prozent ihres Verkaufserlöses an den „Freundeskreis Thinghaus“ abgeben, professionelle Aussteller hatten einen Obolus pro Laufmeter zu zahlen.

Bereits Stunden zuvor begannen zwei fleißige Frauen aus dem Umfeld von Sven Krüger aus Jamel alles vorzubereiten. Wenig später fuhr der Wagen von Stephan Jandzinski aus Teldau vor. 2011 war der ehemalige NPD-Direktkandidat mit einem T-Shirt mit der Unterschrift von „Adolf Hitler“ am „Thinghaus“ aufgefallen. Bis zum Samstagnachmittag reisten dann rund 30 Autos auch aus Stralsund, Neukloster oder Lübeck an. Viele Besucher schleppten Kisten ins Gebäude. Einige interessierte Anwohner aus Grevesmühlen betraten die ansonsten abgeschottete braune Festung mit Wachturm. An der Straßenfront prangt immer noch das Plakat mit dem kleinen Mädchen mit Kopftuch, welches die Zunge herausstreckt. Daneben steht eigentlich der Spruch der NPD-MV: „Ätsch noch immer nicht verboten. Mitgliedsausweis sichern.“ Doch der ist kaum lesbar, weil Zaun und Werbefläche im Oktober vergangenen Jahres großflächig mit weißer Farbe übersprüht wurden.

Gefährliches Interesse an NS-Büchern

Am gestrigen Sonntag gab es weder regionalen Protest noch sichtbare Polizeipräsenz trotz öffentlicher Ankündigung der Veranstaltung. Dabei ist das gefährliche Interesse vor allem völkisch-geprägter Kameraden an NS-Büchern auch den Sicherheitsbehörden seit Jahren bekannt. Nach den Hausdurchsuchungen zur 2009 verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) und Umfeldorganisationen fanden die eingesetzten Beamten das bestätigt. Gern gelesen werden unter anderem antisemitische Kinderbücher wie der „Der Giftpilz“, Literatur zum Brauchtum oder Bücher des umtriebigen bayerischen Jugendschriftstellers Josef Viera, der sich als Autor einer Horst Wessel-Biografie und zahlreicher anderer NS-Bücher einen umstrittenen Namen machte. Das Internet-Auktionshaus ebay scheint für Neonazis auf der Suche nach ewiggestriger Literatur eine der wichtigsten Quellen, wird aber intern abfällig „jewbay“ genannt.

Der verurteilte Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion Michael Grewe ist als Anhänger der Literatur des Dritten Reiches intern bekannt. Er könnte sich hinter dem Bücherbörsen-Veranstalter „Michael“ verbergen, der dem rechtsextremen Portal „mupinfo“ im Vorfeld der Bücherbörse ein Interview gab und behauptete, dass „bei uns sogar mehr gelesen wird, als im Durchschnitt der Bevölkerung“.

Bereits zwei Tage zuvor, am Freitag, hatte der NPD-Kreisverband Westmecklenburg unter Andreas Theißen im ehemaligen Hotel Stadt Hamburg in Lübtheen getagt. Die Parteiliste für die Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 25. Mai 2014 sollte aufgestellt werden. (ar)

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„Schwarze Schar“ schiebt sich ins Aus http://antifanwm.blogsport.de/2014/01/08/schwarze-schar-schiebt-sich-ins-aus/ http://antifanwm.blogsport.de/2014/01/08/schwarze-schar-schiebt-sich-ins-aus/#comments Wed, 08 Jan 2014 20:07:19 +0000 Administrator Allgemein http://antifanwm.blogsport.de/2014/01/08/schwarze-schar-schiebt-sich-ins-aus/ schwarzer_herzog

Der Innenmenister Lorenz Caffier hat heute den rechten Motorradclub „Schwarze Schar“ und deren Supporter „Schwarze Jäger“ verboten. Seit heute morgen durchsucht die Polizei deren Clubhaus „Zum Schwarzen Herzog“ in Gägelow und beschlagnahmt das Vereinsvermögen.

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Kriminelle schwarze „Brüder“
Von Andrea Röpke zu lesen auf Blick nach rechts
08.01.2014 -

Das Schweriner Innenministerium hat heute die beiden rechten Rocker-Clubs „Schwarze Schar“ und „Schwarze Jäger“ in Wismar verboten. Das Verbot kam nicht überraschend.

Das schicke strahlendweiß getünchte Clubhaus „Zum Schwarzen Herzog“ in Gägelow bei Wismar wurde am Mittwoch leer geräumt. Die Polizeibeamten des SEK aus Schwerin haben ihre Gesichter vermummt, sie tragen Mobiliar und Andenken aus dem Haus im Gewerbegebiet. Tätowierte Rocker schieben einige Motorräder zu einer Biker-Ranch in der Nähe. In das gerade fertig gestellte Privathaus von „Schwarze Schar“-Präsident Philip Schlaffer werden Bierkästen der letzten Party ausgelagert. Es ist groß, weitläufig und repräsentiert Vermögen. Der Ex-Chef der Wismarer Kameradschaft „Werwölfe“ und sein Vize bei der „Schwarzen Schar“, Sebastian Kairies, sind vor Ort. Die Fahrzeuge der Club-nahen Seestädter Hausmeisterei fahren hin und her. Vor den Tattoo-Läden der Nazi-Rocker in Wismar scheint dagegen alles ruhig, ebenso vor den Modellwohnungen, in denen Prostituierte für sie arbeiten.

Es ist das erste Verbot eines kriminellen Motorrad-Clubs in Mecklenburg-Vorpommern. Die Erkenntnisse von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sind nicht neu: Die 25 Mitglieder des „MC Schwarze Schar“ und des „MC Schwarze Jäger“ sollen in diverse Fälle von Gewaltkriminalität verwickelt sein, auch von Drogen und Waffen ist die Rede. Jetzt heißt es im Zusammenhang mit der Verbotsverfügung, dass es seit Ende 2008 immer wieder zu Angriffen auf Dritte gekommen sei. Zuletzt hatte das rechte „Schar“-Mitglied Christian G. im Juni 2013 beim Stadtfest in Hagenow auf einen Mann eingestochen und einen weiteren niedergeschlagen, wohl weil sich Festbesucher über G.s Kutte lustig gemacht hatten. (bnr.de berichtete)

Enge Verbindung zwischen Rechten und Rockern

Nach aktuellen Erkenntnissen gibt es landesweit 23 Rockerclubs mit zusammen rund 300 Mitgliedern. Erst Anfang 2013 gaben die Polizeibehörden ihre hartnäckige Weigerung auf, eine Verquickung größeren Ausmaßes anzuerkennen. Die Verbindung zwischen Rechten und Rockern sei „enger als angenommen“, erklärte der Präsident des BKA, Jörg Ziercke, im April dem ZDF und ergänzte: „Wir gehen im Moment von Größenordnungen von fünf Prozent aus, und das sind von etwa 8000 Rockern, die uns bekannt sind, so etwa 400 bis 500.“

Die „Schwarze Schar“ wird zwar seit einigen Jahren von der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern als gewaltbereit eingestuft, doch bezüglich der Verbindung zum rechtsextremen Lager wurde offiziell nur von „Einzelfällen“ gesprochen. Dabei stammen die ursprünglichen „Schar“-Mitglieder eindeutig aus der radikalen Neonazi-Szene der Hansestadt. Als Paradebeispiel gilt Schlaffer, der nach einem Mord und der Auflösung seiner Kameradschaft 2007 den Club gründete. Schlaffers Kameradschaft nannte sich „Werwölfe Wismar“ und betrieb neben Tattoo- und Szeneläden auch eine Neonazi-WG, die „Wolfshöhle II“. Anfang 2007 war nach einer Feier in Wismar ein Bekannter der damaligen „Kameradschaft Werwölfe“ in einer Wohnung ermordet aufgefunden worden. Fünf Neonazis aus Schlaffers Reihen mussten für Jahre ins Gefängnis.

„14 Words“ als Tattoo

Heute fährt der polizeibekannte 34-jährige Glatzkopf Luxuswagen und Harley Davidson (HD). Wie andere Outlaw-Rocker inszeniert die „Schwarze Schar“ den Mythos der Easy Riders, die in einer Parallelwelt nach eigenen Gesetzen leben. Deren „Bruderschaft“ ist der Lebensinhalt, wichtiger gar als die eigene Familie. Denn Frauen gebe es „an jeder Ecke“, heißt es in einem dubiosen Interview mit dem Internet-Portal „Vice“. „Schar“-Mitglieder seien bereit, alles füreinander zu tun, zur Not auch mit Gewalt, erklärte ein Anhänger der Interviewerin ganz offen. Sie seien auch stolz auf ihre „deutsche Herkunft“, tragen „Wolfsangel“ und „14 Words“ als Tattoo. Ihr Clubsong handelt von Stolz und Ehre.

Auch wenn sich die Rockerclubs unpolitisch geben – dass rechtsextreme Gesinnungen mit dem Wechsel an den Nagel gehängt werden, ist kaum vorstellbar. So waren nach Behördenerkenntnissen 2011 rund 20 Prozent der Delikte, die den „Schwarze Schar“-Mitgliedern bis dahin zugeordnet wurden, politisch motiviert.

Einige weitere Kameraden formieren sich in den unterstützenden MCs „Schwarze Jäger“ oder dem „S 19 Trupp“ (19. Buchstabe = S; ergibt „SS“). Auf Fotos bei Facebook präsentieren auch sie sich mit befreundeten „Red Devils“ oder „Hells Angels“ aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Bremen.

Neugründung unter „Schwarze Schar Nomads“

Die kriminelle Rocker-Szene bot der Wismarer Gang neue Möglichkeiten, Geld und Macht auszubauen. Der Schritt aus der einen homogenen Hierarchie in die andere ist nicht groß, wenn die Männer vorher zum Beispiel schon als Türsteher oder Tätowierer aktiv waren.

Diverse Veranstaltungen und Disco-Abende im Clubhaus dienten einerseits dazu, die Vernetzung voranzutreiben, alte Kameraden unauffällig zu treffen, aber auch für eine bürgerliche Tarnung zu sorgen. Offiziell spendeten „Schwarze Schar“ und „Schwarze Jäger“, die den „Hells Angels“ vor allem in Rostock und Schwerin nahe stehen, immer wieder für gute Zwecke und inszenierten Ausfahrten. Doch im Hintergrund sollen sie ihren Rotlichtbereich ausgebaut haben. Es geht die Macht an den Türen, um Security-Dienste, Prostitution und wohl auch Drogen.

Die Rocker gerieten zunehmend ins Visier der Polizeibehörden. Im Juli 2013 wurden die Aktivitäten offiziell eingestellt. Der „MC Schwarze Schar“ gab nach dem Angriff seines Mitgliedes Christian G. vorsorglich zunächst seine Auflösung bekannt – verkündete aber gleichzeitig eine Neugründung unter dem Titel „Schwarze Schar Nomads“. Unter diesem Namen fungiert die Truppe seither – das neue Label und alle Teilorganisationen wie „MC Trupp S 19“ wurden gleich mitverboten. Bei Facebook verkaufen die Rocker die angebliche Neuausrichtung als „Stärkung der Sozialen Gemeinschaft“, um auch in Zukunft „mit gemeinsamen Ausfahrten, Feiern und wohltätigen Aktionen“ aufwarten zu können. So fand zuletzt anscheinend im Clubhaus in Gägelow die Weihnachtsfeier des „MC Schwarze Jäger“ mit den „Brüdern“ der „Schwarzen Schar“ statt.

Bei Facebook reagierte Philip Schlaffer auf die zahlreichen Solidaritätsbekundungen aus der Szene sofort. Er schrieb: „Lieb von euch“ und in pathetischer Manier weiter: „Mein Rechner macht Urlaub beim LKA! Paar Bilder müssen bearbeitet werden, nun denn … Danke an alle für den öffentlichen Zuspruch oder die sich privat gemeldet haben. Paar Schilder abhängen, Tattoos abkleben und Fernseher stehlen … wir sehen uns am Tresen oder auf 2 Rädern und oder in der Hölle…“

weitere Berichte mit Fotos findet ihr beim NDR

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Nur noch einmal schlafen! // 21.12.2013 Bundesweite Demonstration in Hamburg http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/20/nur-noch-einmal-schlafen-21-12-2013-bundesweite-demonstration-in-hamburg/ http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/20/nur-noch-einmal-schlafen-21-12-2013-bundesweite-demonstration-in-hamburg/#comments Fri, 20 Dec 2013 13:34:03 +0000 Administrator Allgemein http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/20/nur-noch-einmal-schlafen-21-12-2013-bundesweite-demonstration-in-hamburg/ Für alle die, die es noch nicht mitbekommen haben: Morgen am 21.12.2013 findet unter dem Motto Rote Flora verteidigen – Esso-Häuser durchsetzen!
Gegen rassistische Zustände – Bleiberecht für alle!
eine bundesweite Demonstration in Hamburg statt.

Tikozigalpa


Rote Flora
Hintergrund hierzu sind die Pläne des formalen Privateigentümers Kretschmer und seinem Investor Gert Baer den besetzten Status der Roten Flora aufzuheben und ein neues Gebäude daraus zu errichten. Angedacht ist eine Konzerthalle für 2500 Besucher_innen, integriertem Stadtteilzentrum, Verkaufsflächen und Büroräumen nebst Kita und dreistöckiger Tiefgarage.

Esso-Häuser
Ein weiteres Thema der Demonstration ist der Erhalt der Esso-Häuser. Diese wurden am vergangenen Wochenende wegen Einsturzgefahr geräumt, nachdem der Eigentümer die Sanierung so lange hinausgezögert hatte, bis Menschenleben aufs Spiel gesetzt wurden.

Rassistische Zustände
In den letzten Wochen und Monaten berichteten die Medien oft von Refugees, die um ihr Bleiberecht kämpfen. Gerade die, die unter dem Namen „Lampedusa-Gruppe“ bekannt sind, verschafften sich mit öffentlichen Aktionen ein Ohr. Es kommt immer wieder zu rassistischen Kontrollen auf den Straßen und die Behörden versuchen die Flüchtlinge unter Druck zu setzen.

Das und vieles mehr sind die Gründe, warum am 10. Oktober 2013 auf der Vollversammlung der Roten Flora zu einer bundesweiten Demonstration aufgerufen wurde.
Überall gab es Mobilisierungsveranstaltungen und die Leute erklärten sich solidarisch mit den Rot-Floristen, Esso-Häusern und Refugees.

Laut Medien wird seitens der Polizei mit rund 6000 Demonstranten gerechnet. Das ist zwar schon viel, aber wir sagen, da geht doch noch mehr…

Hier ein paar letzte Updates und wichtige Infos, die ihr euch vielleicht merken solltet. (florableibt.blogsport.de)

Es gibt eine Infostruktur:

Twitter: @hamburg2112 Hashtag #hh2112
WAP-Ticker: ticker.nadir.org folgt noch
Indy-Ticker: Infoticker

Kundgebungen: Verbote und Klage

(19.12. / 15 Uhr) Beide Kundgebungen in der Innenstadt wurden von der Versammlungsbehörde faktisch verboten. Eine Ersatzveranstaltung wurde lediglich an der Sternschanze genehmigt. Proteste sollen aus der Stadt fern und auf St. Pauli und im Schanzenviertel gehalten werden. Das Vorbereitungsbündnis hat sich entschieden eine Klage einzureichen und auf Durchführung der Kundgebung am Adolphsplatz gegen Demonstrationsbverbote in der Innenstadt zu bestehen. Die Mobilisierung für die Innenstadt läuft weiter.

Schlafplätze dringend gesucht!

(19.12. / 14 Uhr) Durch die Räumung der Esso-Häuser ist eine große Anzahl bereits bereitgestellter Schlafplätze verloren gegangen. Es braucht dringend weitere Schlafplätze, da täglich neue Anfragen reinkommen. Seht nach ob Platz ist und rückt zusammen.
Angebote und Anfragen über schlafplatz2112@riseup.net

Hier findet ihr weitere Infos zur Demonstration und Hintergründe:

florableibt.blogsport.de
antifasupport.blogsport.eu

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Razzia bei Rockergang „Schwarze Schar“ http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/09/razzia-bei-rockergang-schwarze-schar/ http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/09/razzia-bei-rockergang-schwarze-schar/#comments Mon, 09 Dec 2013 18:05:25 +0000 Administrator Allgemein http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/09/razzia-bei-rockergang-schwarze-schar/ Ein Bericht vom NDR

In Gägelow bei Wismar hat die Polizei am Samstagabend rund 300 Rocker aus ganz Deutschland kontrolliert. Bei einer geplanten Feier des als gewaltbereit geltenden Motorradclubs „Schwarze Schar“ nahmen die Beamten eine Person fest, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Es lag bereits ein Haftbefehl vor. Insgesamt kontrollierten die Beamten 77 Fahrzeuge und 274 Teilnehmer, darunter viele Mitglieder und Anhänger der „Hells Angels“, zu denen die „Schwarze Schar“ Freundschaften unterhält. 74 der Partygäste im Clubhaus waren bereits polizeibekannt, vor allem wegen Gewaltstraftaten und Verstößen gegen das Waffengesetz. Mit 100 Einsatzkräften kontrollierte die Polizei bis Mitternacht die Zufahrt in den Ort.

„Schwarze Schar“ gilt als gewaltbereite Rockergang

Den Motorradclub „Schwarze Schar“ gibt es seit Ende 2008, er beansprucht Wismar als sein Territorium und gilt wie die „Hells Angels“ als gewaltbereite Rockergruppierung. Ihr Ehrenkodex „Schwarze Schar für immer“ erweckt Assoziationen zur Nazi-Ideologie. Viele der Mitglieder – wie ihr Anführer Philip Schlaffer – kommen aus der Neonazi-Szene. Schlaffer und sein Vizepräsident Sebastian Kairies gehörten der Kameradschaft „Werwolf“ in Wismar an. Von der Polizei wird Schlaffer als Intensivtäter bezeichnet, der nach NDR Informationen diverse Prostitutionswohnungen betreibt. Kairies war in der Vergangenheit wegen Verbreitung von Kennzeichen oder Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen im Visier der Justiz.

hier noch ein Videobericht

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Verhandlungen gegen den Neonazi Marcus G. beginnen http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/09/verhandlungen-gegen-den-neonazi-marcus-g-beginnen/ http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/09/verhandlungen-gegen-den-neonazi-marcus-g-beginnen/#comments Mon, 09 Dec 2013 17:52:50 +0000 Administrator Allgemein http://antifanwm.blogsport.de/2013/12/09/verhandlungen-gegen-den-neonazi-marcus-g-beginnen/ PM des Bündnisses Greifswald Nazifrei:

Zur Verhandlung am Amtsgericht gegen den rechtsradikalen Greifswalder Studenten
Marcus G. am 16.12.2013.
Am Montag den 16.12. um 13:30 findet am Amtsgericht Greifswald wegen des Vorwurfs der
Körperverletzung eine Verhandlung gegen den Greifswalder Nazikader Marcus G. statt.
Dieser soll am 29.7. 2013 am Rande einer NPD-Kundgebung einen Gegendemonstranten
mittels eines Fußtritts verletzt haben.

Am 29.7. diesen Jahres machte die NPD im Rahmen ihrer sogenannten „Anti-Asyl-Tour“ auf dem
Greifswalder Markt halt. Mit im Gepäck waren etwa 20 meist junge, männliche
Nazisympathisanten, die die Kundgebung, notfalls mit dem Mittel der körperlichen Gewalt,
störungsfrei halten sollten.

Dennoch entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine antifaschistische Gegenkundgebung, die mit
Trillerpfeifen und Sprechchören versuchten die rassistische Hetze der NPD zu übertönen.
Als auch noch Eier auf die NPD-Kundgebung flogen drehten die Nazis, unter ihnen der Greifswald
Student Marcus G., durch und machten Jagd auf die Gegendemonstrant*innen.
Im Rahmen dessen trat Marcus G. einen Angehörigen des Studentenparalements so stark gegen das
Knie, dass dieser stürzte und nach ersten Diagnosen einen Kreuzbandriss davon trug.
Marcus G. dementierte in der Folge sofort, dass er irgendwen angegriffen haben soll und verwies
darauf, dass er selbst angeblich angegriffen wurde und sich in einer Notwehrsituation befunden
haben soll.

Das erwies sich aufgrund vieler Zeug*innenaussagen sowie einem Video, das den Vorfall
dokumentiert sehr bald als Lüge und reine Schutzbehauptung.
Der Greifswalder Student Marcus G. gilt als Führungsfigur der lokalen Naziszene. Er und seine
Kameradschaft „NSG“ ( Nationalen Sozialisten Greifswald) wurden in der Vergangenheit bereits
mehrfach mit Sachbeschädigungen und Gewalttaten gegen Antifaschist*innen in Verbindung
gebracht, was bisher jedoch, trotz viele Indizien, nie zweifelsfrei bewiesen werden konnte.
Marcus G. ist bei nahezu jeder Aktion der Nazis in Vorpommern anwesend, er provoziert auf
Veranstaltungen, die sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen, versucht
Wahlkampfveranstaltungen der demokratischen Parteien zu stören und versucht in der Stadt ein
Klima der Einschüchterung bei denen zu erzeugen, die sich gegen Nazis engagieren.
Zuletzt trat G. bei NPD-Aufmärschen Friedland und jüngst in Berlin in Erscheinung. Dort wurden
aus der Demonstration heraus Journalisten angegriffen und verletzt.
„Dass Anhänger*innen des NPD Gewalt gegen Andersdenkende begehen ist für uns keine
Überraschung, schließlich ist die Gewalt elementarer Bestandteil der nationalsozialistischen
Ideologie.“
erklärt dazu der Pressesprecher des Bündnis‘ Greifswald Nazifrei, Benjamin Pfeiffer.
„Eine Verurteilung von Marcus G, der stets behauptet hat, dass Gewalt für ihn kein Mittel der
politischen Auseinandersetzung sei wäre deshalb begrüßenswert, um die Öffentlichkeit wieder mal
über den wahren Charakter der NPD und ihrer Anhänger*innen aufklären zu können.
Bei der NPD handelt es sich mitnichten um eine „ganz normale“ Partei. Sie missbraucht das System
der parlamentarischen Demokratie um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten.“
Das Bündnis Greifswald Nazifrei ruft für die Zeit der Verhandlung zu einer antifaschistischen
Kundgebung vor dem Amtsgericht auf um Solidarität mit den Opfern von rechter Gewalt zu zeigen
und gleichzeitig ein Zeichen gegen Nazis und ihre Gewalt zu setzen.
Es ist zu erwarten, dass auch Nazis zum Prozess erscheinen werden, um eine Atmosphäre der Angst
zu erzeugen.

Daher ruft das Bündnis außerdem dazu auf an der öffentlichen Verhandlung teilzunehmen um
Solidarität mit dem Betroffenen zu zeigen.
Die antifaschistische Kundgebung untr dem Motto „Für Demokratie und gegen Nazigewalt“ ist für
die Zeit von 12:00-16:00 angemeldet, die Verhandlung beginnt um 13:30.

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