Hier eine Chronik über Vorfälle mit einem rechten Hintergrund in Nordwestmecklenburg 2011.
Diese Chronik erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da leider nicht alle Vorfälle gemeldet werden.

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Mai
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28. Mai 2011 Wismar
Neonaziszene trifft sich auf „Fest der Demokratie“. Klar erkennbar an ihren Jacken traten die Neonazis der „Freien Kameradschaft Wismar“ auf und zeigten Gesicht. Provozierend gegenüber anwesenden OrganisatorInnen und Gästen platzierten sie sich vor der Hauptbühne des Demokratiefestes in der Krämerstraße. Auch andere stadtbekannte Rechte ließen sich an diesem Tag im Boulevardbereich sehen, sodass das „Fest der Demokratie“ immer wieder zum Laufsteg der rechten Szene und der Nazimodemarke Thor Steinar wurde. Kurz vor Veranstaltungsende gegen 14 Uhr besuchte der Wismarer Student und ehemalige „Einheitsführer“ der HDJ in Niedersachsen Alf Börm das Demokratiefest um Fotos von einzelnen Personen und Ständen zu schießen.
Quelle: Antifa NWM

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April
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05.04.2011 Wismar
NPD- Informationsstand auf dem Wismarer Marktplatz. In Form von Flyern und Stoffbeuteln versuchten die Neonazis ihre menschenverachtende Ideologie unter die WochenmarktbesucherInnen zu bringen.
Quelle: Antifa NWM

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März
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19./20.03.2011 Wismar
Zwei junge Männer wurden in ihrer Wohnung von zwei anderen jungen Männern, die der rechten Szene angehören, misshandelt und ausgeraubt. Die Täter wollten von ihnen Geld haben, als diese nicht mehr als 50 Euro bieten konnten, wurden elektronische Geräte entwendet. Desweiteren wurden die jungen Männer gefesselt, kalt abgeduscht und einem der beiden wurden die Haare abgeschnitten. Die Polizei konnte die Täter später, den einen in seiner Wohnung und den anderen bei seiner Freundin, festnehmen.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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05.03.2011 Grevesmühlen
Fascho-Fasching im Thinghaus für rund 200 Gäste fiel aufgrund baurechtlicher Mängel ins Wasser. Während sich die Veranstalter Udo Pastörs und Stephan Köster noch auf einer Demonstration in Teterow befanden, fuhren Polizeiwagen vor und sperrten die Zufahrtsstraßen zum Grünen Weg ab. Das Bauamt verhängte ein Nutzungsverbot für das Thinghaus, da die baulichen Vorraussetzungen nicht für Großveranstaltungen geschaffen seien. Es dürfen sich nicht mehr als 15 Personen zeitgleich im Gebäude aufhalten. Gegen anreisende Gäste wurden Platzverweise ausgesprochen. Eine Ausweichmöglichkeit für die Feier konnte auf die Schnelle nicht gefunden werden.
Quelle: Blick nach Rechts, Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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01.03.2011 Jamel
„Abriss Krüger“ läd illegal Bauschutt im Gutshaus in Jamel ab, welches einer Hamburger Immobilienfirma gehört. Nun fordert das Umweltamt die Beteiligten schriftlich auf, den Bauschutt, bei dem es sich teilweise um Sondermüll handelt, zu entsorgen.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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Februar
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14.02.2011 Wismar
Phillip Schlaffer steht mit 7 weiteren Neonazis- unter anderem die Bandmitglieder von „X.x.X“ wegen Volksverhetzung vor Gericht. Des weiteren wird dem ehemaligen Inhaber des Werwolfshop vorgeworfen, er besäße eine Pumpgun mit Munition und habe Pullover mit SS-Totenkopf-Aufdruck vertrieben.
Quelle: TAZ zu lesen auf links-lang.de

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12.02.2011 Jamel
Unter Polizeischutz wurde eine illegal angelegte Feuerstelle in Jamel geräumt. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass diese sich im öffentlichen Raum befände und somit beseitig werden müsse. Anwohner berichteten über „Sauffeste“ mit rechten Liedern, die die Neonazis dort des öfteren abhielten.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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Januar
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30.01.2011 Jamel
Razzia in den Wohn-und Geschäftsräumen bei den NPD- Kreistagsabgeordneten Sven Krüger und Tino Streif. Gefunden wurden mehrere gestohlene Baumaschinen und eine Maschinenpistole mit 200 Schuss Munition. Sven Krüger wurde vorläufig festgenommen wegen dem Vorwurf der gewerbsmäßigen Hehlerei und den Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.