Hier eine Chronik über Vorfälle mit einem rechten Hintergrund in Nordwestmecklenburg 2010.
Diese Chronik erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da leider nicht alle Vorfälle gemeldet werden.

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Dezember
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18./19.12.2010 Wismar
In der Nacht zum Sonntag schmierten drei Unbekannte unter anderem ein Hakenkreuz und rechte Parolen an einer Mauer in der Bahnhofsstraße, sowie an einem Briefkasten und in einen Hausflur.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung.
Quelle: Schweriner Volkszeitung zu lesen auf links-lang.de
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11.12.2010 Wismar
Während einer Musikveranstaltung wurde das Wohn- und Kulturprojekt TIKOzigalpa von ca. 20 Personen angegriffen. Trotz den von den Angreifern verursachten Steinhagels und den Versuch ins Haus einzudringen, schafften die Täter es weder großen Schaden anzurichten, noch ins Haus zu gelangen.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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November
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20.11.2010 Grevesmühlen
Neonazikonzert fand im NPD-Bürgerbüro, dem Thing-Haus statt. 300 bis 500 Neonazis feierten bei dem Solikonzert für eine von Repression betroffene Neonaziband. Es spielten unter anderem „Thrima“, „Legion of Thor“, „Propaganda“, „Burn Down“ und „Wiege des Schicksals“.
Quelle: Oire Szene
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14.11.2010 Rehna
Neonazis gedenken ihren Deutschen Helden indem sie anlässlich des Volkstrauertages einen Kranz niederlegen.
Quelle: blick nach rechts

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13./14.11.2010 Schönberg
Werbeschild einer Firma mit großen Hakenkreuzen beschmiert. Die Polizei ermittelt wegen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Quelle: Schweriner Volkszeitung zu lesen auf links-lang

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Oktober
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6.10.2010 Gägelow
Rechte Graffiti „Freiheit statt BRD“ an den gägelower Jugendclub geschmiert.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang

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September
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27.09.2010 Grevesmühlen
Rechte Parolen an mehreren Gebäudefassaden gesprüht- u.a. am Rathaus, der Malzfabrik, einer Sparkasse und dem Amtsgericht. Die Beseitigung der Schriftzüge wird auf 2000 € hinauslaufen.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang

27./28.09.2010 Wismar
Neonazis schmieren verfassungswidrige Symbole an mehrere Gebäude in der Stadt. Ein Bankangestellter entdeckte 2 Hakenkreuze an der Giebelseite und am Eingangsbereich der Bank.
Quelle: MVticker

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August
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14.08.2010 Jamel
Der vorbestrafte Bauunternehmer Sven Krüger (35 Jahre) heiratet die NPD Abgeordnete Jeanette Kindler (28 Jahre). Sie ließen sich im Standesamt in Grevesmühlen trauen und feierten anschließend auf Krügers Hof in Jamel. Rund 300 Gäste erschienen.
Quelle: NDR, blick nach rechts
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12.08.2010 Grevesmühlen/Jamel
Staatsschutz- Razzia auf Sven Krügers Anwesen. Stefan Köster war als Zeuge anwesend. Diese fand nach dem Verkleben von rund 150 Plakaten mit üblen Verleumdungen gegen den Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, Lorenz Caffier (CDU) statt, der seit geraumer Zeit ein Verbot der NPD fordert. Durch Zeugenbelastungen war Krüger verdächtigt worden, mit der Aktion in Verbindung zu stehen. Bei der Hausdurchsuchung in Jamel wurden dabei mit Einschusslöchern übersäte Zielscheiben mit Fotos prominenter Nazigegner gefunden, darunter erneut ein Caffier-Konterfei.
Quelle: blick nach rechts, Schweriner Volkszeitung
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07.08.2010 Jamel
Bei der Veranstaltung „Jamel rockt den Förster“ griffen zwei Neonazis einen Gast an und brachen ihm das Nasenbein. Die Veranstaltung solle ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie setzen. Die Täter kamen von einer Gegenveranstaltung, die Neonazi Sven Krüger jedes Jahr zeitgleich auf seinem Hof in Jamel organisiert. Die Polizei nahm die Täter fest.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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Juli
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25.07.2010 Grevesmühlen
NPD organisiert Kinderfest am NPD-Bürgerbüro „Thing-Haus“
Quelle: blick nach rechts zu lesen auf links-lang.de, NPD-Website
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23.07.2010 Grevesmühlen
Hakenkreuz-Schmierereien am Wahlkreisbüro DIE LINKE
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de
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20.07.2010 Wismar
Neonazi-Schmierereien auf dem Friedhof am Wiesenweg.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de
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14.07.2010 Bad Kleinen
Eine 17-jährige wurde von einem Rechtsradikalen überfallen. Nachdem diese ihm ihr Handy nicht geben wollte, schlug er sie brutal zusammen. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich als schwierig, da es keine Zeugen gibt und die Überwachungskameras auf dem Bahnhof nicht aufzeichnen.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de
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05.07.2010 Wismar
In der Nacht vom Sonntag (04.07.) zu Montag (05.07) wurde am TIKOzigalpa die Heckscheibe eines Autos mit einem Stein eingeschlagen. Die Polizei zeigte wenig Interesse.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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Juni
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14.06.2010 Gägelow
Farbanschlag auf den Jugendclub in Gägelow. Täter, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind bewarfen in der Nacht vom 13.06. zum 14.06.2010 die Wände neben der Eingangstür mit brauner Farbe. Die Klubräume werden hauptsächlich von Kinder und Jugendlichen genutzt.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de
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03.06.2010 Wismar
In der Nacht zum 03.04.2010 vergossen Unbekannte Teer am Eingang des Büros der Bundestagsabgeordneten Martina Bunge (DIE LINKE) und streuten anschließend Federn darüber. An die Wand schmierten sie in großen Buchstaben „Pech gehabt“. Rechtsextremisten hatten im Internet dazu aufgerufen, Abgeordnetenbüros einen „Besuch abzustatten“.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de

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Mai
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26.05.2010 Grevesmühlen
Der Maschinenbaustudent und HDJler Tino Streif löst im Kreistag den NPD-Abgeordneten David Böttcher ab. Böttcher hatte zuvor sein Mandat niedergelegt. Jeanette Kindler aus Jamel, die laut Wahlergebnis Böttchers Nachfolgerin gewesen wäre, verzichtete auf das Amt.
Quelle: Ostseezeitung zu lesen auf links-lang.de
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22.05.2010 Wismar
Der körperlich behinderte Praktikant der Firma Hanse Solar GmbH Nasruddin aus Bangladesch bei der Arbeit von Polizisten verprügelt. Die Polizisten hielten ihn angeblich für einen Einbrecher, waren allerdings auch nicht bereit sich im Nachgang bei dem Opfer zu entschuldigen.
Quelle: Lübecker Nachrichten
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14.05.2010 Grevesmühlen
Neonazis rissen insgesamt 18 Plakate ab oder beschmierten sie. Diese Plakate hatte die Stadtvertretung Grevesmühlens aufgehängt und richteten sich gegen rechtes Gedankengut und mehr Demokratie. Die Stadtvertretung stellte Anzeige wegen Sachbeschädigung
Quelle: MVticker
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10.05.2010 Grevesmühlen
SEK führt eine Razzia im NPD- Bürgerbüro „Thing-Haus“ in Grevesmühlen durch. Ermittler trugen mögliches Beweismaterial in Umzugkartons hinaus. Der Grund für die Razzia sind laut Schweriner Staatsanwaltschaften Ermittlungen wegen des Verdachts der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten. Hintergrund ist ein Internetbeitrag, in dem aufgerufen wird, Büros von Landtagsabgeordneten und Parteien zu beschädigen.
Quelle: Schweriner Volkszeitung zu lesen auf links-lang.de

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April
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27.04.2010 Wismar
Neonazis versuchten am 27.04.2010 eine Veranstaltung zum Thema Antiziganismus im Rahmen des Infocafés „Theorie, Kritik & Cola?“ im TIKOzigalpa zu stören. Mit abfotografieren der Besucher, sowie Klingelschilder des Hauses und Kennzeichen der davor parkenden Autos, versuchten sie die Leute einzuschüchtern.
Die herbeigerufene Polizei gab an nichts gegen die Neonazis unternehmen zu können. Die Neonazis verließen nach kurzer Zeit gelangweilt den Ort und die Veranstaltung konnte weiterlaufen. Zwei der Neonazis waren bekannt. Der NPD-Abgeordnete und HDJler Tino Streif und der ehemalige Einheitsführer der HDJ in Niedersachsen Alf Börm.
Quelle: Infocafé „Theorie, Kritik & Cola?“
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12.04.2010 Grevesmühlen
Thing-Haus (Bürgerbüro NPD) eröffnet in Grevesmühlen auf Sven Krügers Gelände.
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11.04.2010 Wismar
Bürgermeisterkanditatin Reingard Berger und ein Begleiter versuchten am 11.04.2010 die Aufhängungen ihrer Wahlplakate zu reparieren. Dabei wurden sie von zwei Unbekannten beschimpft. Zunächst wurde Frau Berger von ihnen bedrängt, dann wurde ihr Begleiter von einem niedergeschlagen und die Wahlplakate zerstört. Frau Berger erstattet Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Quelle: Nordkurier zu lesen auf links-lang.de

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Frebruar
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27./28.02.2010 Sternberg
3 Männer hissten eine Hakenkreuzfahne auf dem Sternberger Kirchturm, die für mehrere Stunden über Sternberg wehte. Der Staatsschutz ermittelt.
Quelle: Schweriner Volkszeitung zu lesen auf links-lang.de, TAZ