Razzia bei Rockergang „Schwarze Schar“

Ein Bericht vom NDR

In Gägelow bei Wismar hat die Polizei am Samstagabend rund 300 Rocker aus ganz Deutschland kontrolliert. Bei einer geplanten Feier des als gewaltbereit geltenden Motorradclubs „Schwarze Schar“ nahmen die Beamten eine Person fest, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Es lag bereits ein Haftbefehl vor. Insgesamt kontrollierten die Beamten 77 Fahrzeuge und 274 Teilnehmer, darunter viele Mitglieder und Anhänger der „Hells Angels“, zu denen die „Schwarze Schar“ Freundschaften unterhält. 74 der Partygäste im Clubhaus waren bereits polizeibekannt, vor allem wegen Gewaltstraftaten und Verstößen gegen das Waffengesetz. Mit 100 Einsatzkräften kontrollierte die Polizei bis Mitternacht die Zufahrt in den Ort.

„Schwarze Schar“ gilt als gewaltbereite Rockergang

Den Motorradclub „Schwarze Schar“ gibt es seit Ende 2008, er beansprucht Wismar als sein Territorium und gilt wie die „Hells Angels“ als gewaltbereite Rockergruppierung. Ihr Ehrenkodex „Schwarze Schar für immer“ erweckt Assoziationen zur Nazi-Ideologie. Viele der Mitglieder – wie ihr Anführer Philip Schlaffer – kommen aus der Neonazi-Szene. Schlaffer und sein Vizepräsident Sebastian Kairies gehörten der Kameradschaft „Werwolf“ in Wismar an. Von der Polizei wird Schlaffer als Intensivtäter bezeichnet, der nach NDR Informationen diverse Prostitutionswohnungen betreibt. Kairies war in der Vergangenheit wegen Verbreitung von Kennzeichen oder Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen im Visier der Justiz.

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