2. Mai Befreiung Wismar – Spasiba, Merci und Thanks

Jugendinitiative erneuert Gedenktafel in Wismar

Am 2. Mai 1945 befreite das 1. kanadische Fallschirmbataillon Wismar vom deutschen Faschismus. Gestern, 68 Jahre später, trafen sich ein Dutzend engagierter Jugendlicher am Rathaus, um die militärische Niederlage Nazideutschlands 1945 in Wismar zu feiern. Dazu erneuerten sie die Gedenktafel am Rathaus.

Gedenktafel

Unbekannte zerstörten im Sommer letzten Jahres die 1995 installierte Gedenktafel. Die Hansestadt Wismar hat es bis heute nicht geschafft diese zu ersetzen. „Darum haben wir in Eigeninitiative eine Neue besorgt und wollen diese hier heute anbringen.“, berichtet einer der Jugendlichen.
Im Anschluss wurde eine kleine Rede gehalten, in denen den Opfern des Faschismus und der im Kampf gegen den Vernichtungskrieg und Faschismus Gefallenen gedacht wurde.
„Keine Träne weinen wir den Täter_innen und ihren Helfer_innen nach – nicht in Dresden, Halbe oder am 14.April in Wismar.“, hieß es weiter.

Immer wieder hört mensch in den letzten Jahren aus der sogenannten politischen Mitte, wie schlimm es damals war, nachts im Keller zu hocken, während über den Dächern Bomben abgeworfen wurden – so auch bei der Gedenkveranstaltung zur Bombardierung des gotischen Viertels am 14. April.
Bei der Befreiung Wismars ist von einer kampflosen Übergabe der Stadt die Rede. Dabei mussten sich die Alliierten durch halb Europa kämpfen. Und selbst als die Rote Armee in Kritzow-Burg und die Kanadier am heutigen Soldaten-Friedhof waren, sprengten Wismarer Brücken und es gab kleinere Gefechte. Das ist nicht kampflos. So werden die Verbrechen der Deutschen relativiert.

Mit der neuen Gedenktafel am Rathaus in Wismar wird nun wieder an die Befreiung erinnert. Sie ist ein symbolisches Danke an die Alliierten, Partisanen, Widerstandsgruppen und allen Widerspenstigen.
Das Anbringen der neuen Tafel endete mit den Worten Marlene Dietrichs:

„Nie wieder Deutschland!“