Rechter Schlägertrupp überfällt 10. JuRoTo-Festival

Samstagnacht überfielen Neonazis das 10. „Jugend rockt für Toleranz“ in Gallentin bei Bad Kleinen. Die von den VeranstalterInnen herbeigerufene Polizei zeigte sich unwillig zu handeln und war offensichtlich mit der Situation überfordert.

In der Nacht von Samstag 23.07. zu Sonntag den 24.07.2011, gegen 00.45 Uhr griffen rechte Jugendliche mit Parolen wie „White power!“ und „Scheiß Zecken!“ Besucher und Besucherinnen des Festivals „Jugend rockt für Toleranz“ an. Die sich direkt vor dem Festivalgelände befindlichen Gäste versuchten sich zu schützen und flüchteten zunächst Richtung Haupteingang des Areals. Einige der unmittelbar informierten Gäste eilten den Angegriffenen zu Hilfe und riskierten somit ihre eigene körperliche Gesundheit.
Die bereits alarmierte Polizei ließ zu diesem Zeitpunkt kein schnelles Handeln ihrerseits erwarten.
So äußerten die kontaktierten Beamten in der Polizeileitstelle, dass sie nicht wüssten, wo sich das Festival befindet. Dies obwohl die „MAEX“, eine Sondereinheit der Kriminalpolizei Schwerin, bereits am frühen Abend anwesend war und das „JuRoTo“ bereits zum 10. Mal an diesem Ort stattfand.

Die erst nach einer halben Stunde eintreffende ältere Besatzung eines einzelnen Streifenwagens zeigte sich unwillig in die Situation einzugreifen. VeranstalterInnen und Gäste forderten die BeamtInnen vergebens auf, ihrer Schutzfunktion nachzukommen und Schlimmeres zu verhindern.
In der darauffolgenden Viertelstunde trafen weitere 5 Einsatzwagen der Polizei ein, sodass mittlerweile mindestens 10 – 15 BeamtInnen vor Ort waren und hätten reagieren müssen. In der Zwischenzeit kam es immer wieder zu Provokationen, körperlichen Angriffen und Flaschenwürfen seitens der rechten Schläger, bei denen die PolizistInnen nicht einschritten.

Polizei ist endlich eingetroffen Polizei ist endlich eingetroffen

Die teils stark unter Drogeneinfluss stehenden rechten Angreifer versuchten gar noch den Zaun zum Festivalgelände niederzureißen, was ebenso nur durch das beherzte Handeln der BesucherInnen verhindert wurde. Auch eine eingreifende Security war an dieser Stelle nicht anzutreffen.

Nachdem ein Teil der Neonazis die Unfähigkeit der Polizei, die Situation in den Griff zu bekommen, nutzten und vom Geschehen flüchteten, entspannte sich das Szenario. Von einem kleinen Teil des rechten Schlägertrupps wurden die Personalien aufgenommen.
Warum an dieser Stelle keine Festnahmen erfolgten, scheint dem Desinteresse der Polizisten an der Verfolgung rechter Angriffe in der Region um Wismar zu Grunde zu liegen. Desweiteren sind einige der Neonazis keine Unbekannten bei der Polizei. Waren diese doch an Angriffen auf Gäste des „JuRoTo“ 2009 sowie beim Angriff auf ein alternatives Pärchen bei einer Schulabschlußfeier in einem Nachbarort Gallentins beteiligt.

Nasenbeinbrüche, Prellungen und weitere Verletzungen bei den Gästen wurden durch die jugendlichen Neonazis aus Bad Kleinen und Zickhusen verursacht.

Der schlecht koordinierten Polizei und den in Gallentin eingesetzten PolizistInnen, die nicht zum Eingreifen und somit zum Schutz der Opfer bereit waren, tragen Schuld daran, dass die Angreifer nicht ermittelt werden und so ihren rechten Terror in den ländlichen Regionen Nordwestmecklenburgs weiterverbreiten.


10 Antworten auf “Rechter Schlägertrupp überfällt 10. JuRoTo-Festival”


  1. Gravatar Icon 1 Ole 26. Juli 2011 um 5:29 Uhr

    Oh Gott ist dieser Artikel verlogen. Da gabs nur paar Backpfeifen. Ich war da.

  2. Gravatar Icon 2 hans 26. Juli 2011 um 13:21 Uhr

    und weils nur n paar backpfeifen gab ham leute nasenbrüche und flaschen an kopf bekomm? is klar ole.

  3. Gravatar Icon 3 Ingo 26. Juli 2011 um 13:24 Uhr

    Wenn es nur Backpfeifen gab wie kommt es zu Nasenbeinbrüchen und Aussagen das 6 Leute auf einen losgegangen sind? Nur weil du da warst weißt du das alles? Die anderen die da waren denken sich alles aus? Bisschen dumm zu behaupten ich war da, da is ja gar nichts passiert. Vielleicht solltest du mal mit den Betroffenen Person sprechen, die sagen dir sicher das da ein bisschen mehr Vorgefallen ist.

  4. Gravatar Icon 4 Rudi 26. Juli 2011 um 18:10 Uhr

    White Power rufe u.s.w hat es auch nicht gegeben.ich war vor Ort um meine Töchter abzuholen.Die beiden sagten das es völliger quatsch ist.Warum übertreibt ihr so?

  5. Gravatar Icon 5 hans 26. Juli 2011 um 19:19 Uhr

    nja das ding is ja was mensch in so einer situation mitbekommt und was nich. und es haben leute white power gerufen, aber da zu dem zeitpunkt noch 3 wahl gespielt haben, ham das zB. die leute vor der bühne garnicht mitbekomm. nur weil einige leute das nicht gehört haben heißt ja nicht das es nicht passiert ist.

  6. Gravatar Icon 6 Rudi 30. Juli 2011 um 13:16 Uhr

    ABER AUCH DIE SCHILDERUNG DER VORFÄLLE IN DER OZ IST ANDERS WIE HIER DARGESTELLT:IN DER OZ STEHT DAS SICH DIE LINKEN UNTEREINANDER GEPRÜGELT HABEN:

  7. Gravatar Icon 7 interessiert 31. Juli 2011 um 17:18 Uhr

    Der Artikel, der hier zur Sprache gekommen ist, ist eine Falschmeldung. Nur der Anfang entspricht den Tatsachen. Ich war nämlich zufällig auch dabei. Es ist in letzter Zeit immer häufiger vorgekommen, dass die OZ Berichte unvollständig, bzw nicht den Tatsachen entsprechend schildert. Die Polizei hat ihren Einsatz wieder einmal vermasselt. Es wäre doch eine Schande für sie, wenn die Presse auch noch darüber schreibt, wie unfähig sie sind sich gegen Nazis durchzusetzen. Ergänzend zu diesem Artikel ein weiterer Bericht von der Kampagne „Wake up! Stand up!- keine Stimme den Nazis“. http://wakeup-standup.info/2011/07/25/pressemitteilung-rechte-ubergriffe-am-wochenende-uberschatten-wahlkampf/

  8. Gravatar Icon 8 Rudi 05. August 2011 um 18:31 Uhr

    So schreibt sich wohl --!JEDER!--seine Wahrheit.

  9. Gravatar Icon 9 ahoi 26. August 2011 um 23:00 Uhr

    Mensch Mensch, erinnert mich an Prora10

  1. 1 Rechter Schlägertrupp überfällt 10. JuRoTo-Festival « dokumentationsarchiv Pingback am 26. Juli 2011 um 8:29 Uhr
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