Am Donnerstag, dem 09.07.2006, fand die erste Kreistagssitzung in Grevesmühlen statt. Auf dem Programm standen hauptsächlich Wahlen zu bestimmten Ämtern und Ausschüssen.
Auch die NPD mit David Böttcher und Sven Krüger waren natürlich anwesend. Sie kamen allerdings ohne Sympathisant_innen, genossen jedoch die Aufmerksamkeit, die sie bekamen. Aufgrund der Tatsache, dass die beiden die einzigen fraktionslosen Mitglieder im Kreistag sind, wurden sie zu einer sogenannten Zählgemeinschaft zusammengeschlossen.

David Böttcher (links) und Sven Krüger (rechts)
Der erste wichtige Punkt, der abgearbeitet wurde, war die Wahl des Kreistagspräsident_in. David Böttcher schlug Sven Krüger vor. Seine anderen Mitstreiter_innen für das Amt waren Klaus Becker (CDU) und Luise Krüger (DIE LINKE). Auf die traditionelle Vorstellung seiner Person verzichtete Sven Krüger mit der Begründung: „…denn ich denke, dass über meine Person genug geredet wurde.“ Dies löste einiges Gemurmel und Getuschel aus, doch es wurde akzeptiert. Die Wahl gewann Klaus Becker mit 25 Stimmen. Luise Krüger verlor knapp mit 24 Stimmen und Sven Krüger erhielt dagegen nur 2 Stimmen.
Böttcher beantragte bei der Kreistagspräsident_innenwahl eine geheime Wahl. Dieses wiederholte er bei jeder Wahl, in der die NPD eine Liste eingereicht hat oder eine Person zur Wahl aufgestellt hatte. Damit wurde die erste Sitzung zur reinsten Belastungsprobe für die Mitglieder. Jede Wahl wurde damit enorm in die Länge gezogen und nach 2 1/2 Stunden waren erst die Hälfte der Punkte, die auf der Tagesordnung standen, abgearbeitet.
Bei öffentlichen Wahlen enthielten sich Krüger und Böttcher entweder ihrer Stimme oder sie stimmten dagegen.
Trotz geheimer Wahlen bekamen sie für ihre Zählgemeinschaft jeweils nie mehr als 2 Stimmen. Somit scheiterte die Taktik, durch geheime Wahlen doch Stimmen von anderen Fraktionen abzugreifen.
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