Archiv für Juli 2009

JuRoTo von Nazis gestört

Letzten Samstag, 25.07.2009, fand in Gallentin am Schweriner See das Festival Jugend rockt für Toleranz statt. Trotz wechselhaftem Wetter heizten Bands wie Heads Up King, COR oder DaSKArtell ca. 650 Besuchern ein. Des weiteren klärte das Infocafé „Theorie, Kritik und Cola?“ über u.a. Faschismus, Rassismus, Homophobie und Sexismus mit Hilfe eines Infostandes auf. Die Stimmung war also auf dem Gelände im Allgemeinen bei etwas Bier und Gegrilltem sehr ausgelassen und entspannt.

Was die Besucher allerdings kaum bemerkten: am Rande des Festivals tauchten mehrfach am Abend Nazis auf, um das Event zu stören. Engagierten Jugendlichen ist es allerdings zu verdanken, dass diese nicht auf das Festivalgelände gelassen wurden. Verantwortliche des JuRoTo wurden früh auf die Nazis aufmerksam gemacht, sodass ihnen der Eintritt verwehrt blieb. Trotzdem nutzten die Dorffaschos die Möglichkeit, am Rande zu provozieren, unter anderem mit dem Hitlergruß. Auch vor Gewalt wurde nicht zurückgeschreckt. So wurden mehrere Gäste des JuRoTo durch Schläge ins Gesicht verletzt. Auch ein mitgeführter Baseballschläger wurde gegen friedliche Besucher eingesetzt. Unter den Provinznazis fand sich auch die Gruppe wieder, die bereits am 10.07.2009 eine Abschlussfeier in Zickhusen gestört hatte (wir berichteten).

Einen erneuten Faux Pas leistete sich die örtliche Polizei, die dieses Mal gar nicht erst auftauchte und die Sorgen der Gäste nicht ernst nahm. So konnten die Dorfnazis – ähnlich wie bei dem Vorfall in Zickhusen – ungehindert den Rückweg antreten und Fahrzeuge von Besuchern beschädigen.

Vorfälle wie dieser zeigen, dass es weiterhin auf Dörfern wichtig ist, antifaschistische Arbeit zu leisten. Auch hier gibt es neonazistische Strukturen, die auf jeden Fall ernst genommen werden müssen! Wir werden den Nazis nicht kampflos das Hinterland überlassen!

Bilder zur Mahnwache und Mobivideo zum 18.7.

18.Juli Demo nach brutalem Naziübergriff

Am frühen Sonntagmorgen verletzten vier Neonazis einen 22jähirgen Neuköllner am S-Bhf. Frankfurter Allee lebensgefährlich. Die vier Täter waren kurz vorher schon aufgefallen als sie eine verbale und tätliche Auseinandersetzung mit zehn Jugendlichen, die alternativ gekleidet waren, suchten. Danach pöbelten die Neonazis willkürlich Passanten an, die sich im Gang zwischen S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee befanden. Schlugen und traten um sich. Bis sie letztlich in dem 22-jährigen linken Jugendlichen, der auf dem Weg zur S-Bahn war, ihr Opfer fanden. Auf diesen prügelten die vier Männer so lange ein, bis er das Bewusstsein verlor. Einer der Neonazis zog den wehrlosen Neuköllner dann auf den Gehweg, legte ihn mit dem Gesicht nach unten ab und trat mit dem rechten Fuß auf dessen Hinterkopf. Die Berliner Polizei meldete, dass der 22-jährige mit einem Jochbeinbruch, schweren Prellungen und Hirnblutungen in ein Krankenhaus kam. Die Täter wurden festgenommen und einen Tag später in Untersuchungshaft genommen. Ein Zeuge, der bei der Polizei eine Aussage machte wurde von den Neonazis belastet, er habe sie vorher angegriffen. Seine Wohnung wurde von der Polizei durchsucht.

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Kreistagssitzung 09.07. 2009

Am Donnerstag, dem 09.07.2006, fand die erste Kreistagssitzung in Grevesmühlen statt. Auf dem Programm standen hauptsächlich Wahlen zu bestimmten Ämtern und Ausschüssen.

Auch die NPD mit David Böttcher und Sven Krüger waren natürlich anwesend. Sie kamen allerdings ohne Sympathisant_innen, genossen jedoch die Aufmerksamkeit, die sie bekamen. Aufgrund der Tatsache, dass die beiden die einzigen fraktionslosen Mitglieder im Kreistag sind, wurden sie zu einer sogenannten Zählgemeinschaft zusammengeschlossen.

David Böttcher (links) und Sven Krüger (rechts) Quelle: Endstation Rechts
David Böttcher (links) und Sven Krüger (rechts)

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„So ein Kindergarten!“

Am Freitag, den 10. Juli 2009, feierten die 10. Klassen der Regionalen Schule Lübstorf ihren Abschluss im Festsaal Zickhusen, einem Dorf an der B106 zwischen Wismar und Schwerin. Wie es Gang und Gebe bei einem solchen Fest ist, war die Stimmung gut, es wurde getanzt und das leckere Buffet genossen.
Diese Stimmung änderte sich allerdings, als gegen 22:30Uhr Jugendliche auftauchten, die von dem gratis Essen und Trinken profitieren wollten. Wie sich sehr schnell herausstellte, handelte es sich hierbei um ca. fünf bekennende Dorffaschos und fünf bis acht weiteren Sympathisanten zwischen 14 und 18 Jahren. Da sie mehrfach versuchten, Gäste der Feier zu provozieren und sich einige bedroht fühlten, wurden sie mehrfach aufgefordert den Saal zu verlassen. Sie kamen dieser Aufforderung nicht nach und folglich wurde die Polizei verständigt. Diese nahm lediglich von dem vorbestraften Provinznazi Nils die Personalien auf und erteilte ihm einen Platzverweis. Die weiteren „Kameraden“ wurden von polizeilichen Maßnahmen verschont und konnten ihre Provokationen fortführen.

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